KI am Flughafen

Das Zürcher Forschungsteam von IBM (IBM Research Zürich) erarbeitet in einem Inspektionsprojekt am Flughafen Dübendorf ein neuartiges Künstliche Intelligenz (KI)-Grundlagenmodell. Dabei geht es um die Entwicklung einer neuen Klasse von Grundlagenmodellen für die visuelle Inspektion auf Basis von Künstlicher Intelligenz. Damit sollen Risse in zivilen Infrastrukturen wie Brücken, Straßen sowie Start- und Landebahnen von Flughafen erkannt und Wartungsroutinen verbessert werden. Dazu analysiert es Bilder, die die Berner Firma Pixmap mit ihren Drohnen aufgenommen hat.

Das Grundlagenmodell soll eine allgemeine Darstellung von Betonoberflächen und Start- und Landebahnen erlernen. Wenn es dann auf die spezifischen Bedingungen etwa der Start- und Landebahn in Dübendorf abgestimmt wurde, kann es dort nach Rissen suchen. Dafür wird die Dübendorfer Start- und Landebahn von einer Drohne des Berner Unternehmens Pixmap visuell abgetastet, die mit einer Kamera ausgerüstet ist. Auf mehr als 10’000 ihrer Bilder soll das KI-Modell mit der sogenannten Methode der Instanz Segmentierung Risse identifizieren.

Das Dübendorfer Inspektionsprojekt folgt auf frühere solcher Projekte. So wurde in Dänemark Europas längste Hängebrücke, der Storebælt, auf kleinste Risse, Abplatzungen, Algen und Rost hin untersucht. Am Frankfurter Flughafen ging es um die Identifikation von Hindernissen auf Start- und Landebahnen wie Dosen, Flaschen, Abfall oder kleine Metallstücke. IBM Research ist davon überzeugt, dass die Zukunft der KI in solchen flexiblen, wieder verwendbaren KI-Modellen liegt, die auf nahezu jeden Bereich oder jede Aufgabe in der Industrie angewendet werden können.

Quelle: Punkt4info

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